Engel

Das CARCASSI-QUARTETT hat sich im Jahr 2002 bei der Einstudierung eines zeitgenössischen Streichquartettes zusammengefunden. Die vier Musiker verbindet das große Interesse an moderner Musik und die Auseinandersetzung mit der Aufführungspraxis Alter Musik. Beides hat starken Einfluß auf die Interpretation der Werke. Die unterschiedlichen musikalischen Wirkungsbereiche der Musiker – ihre Solo- und Kammerkonzerte, Orchester, Dirigieren und Lehrtätigkeit – machen das Carcassi-Quartett zu einem vielseitigen und allen musikalischen Stilrichtungen offenen Ensemble. Es hat sich nach der Florentiner Geigenbauer-Familie „Carcassi“ benannt.

Zsuzsa Zsizsmann studierte Violine in Dresden und Budapest. Als Solistin trat sie mit verschiedenen Orchestern auf, war Mitglied des „Philharmonischen Streichquartett Nürnberg“ und des „Trio con anima“. Sie ist Primgeigerin des Salonorchesters „Bella Donna“. Sie spielt seit 1992 erste Geige im Orchester des Staatstheaters Nürnberg und ist Vorsitzende der „Philharmonie Nürnberg e.V.“. Sie ist Preisträgerin des Hubay-Wettbewerbes und war Stipendiatin der „Villa Musica“ Mainz.

Bernd Müller studierte Violine in Frankfurt und Würzburg. Er war Konzertmeister im „Collegium Musicum Schloß Pommersfelden“ und in der „Jungen Deutschen Philharmonie“. Er spielt im Orchester des Staatstheaters Nürnberg und ist Mitglied im Klaviertrio „Apple-Tree-O“. Als Solist trat er mit mehreren Orchestern auf. Seit 2004 ist er Dirigent der „Jungen Fürther Streichhölzer“ der Stadt Fürth.

Reingard Krämer studierte Schulmusik, Violine und Viola. Als Solistin trat sie mit verschiedenen Orchestern auf, wirkte mit bei Kammerkonzerten, Rundfunk- und CD-Aufnahmen, Uraufführungen und bei den „Bamberger Symphonikern“. Sie beschäftigte sich mit der Aufführungspraxis Alter Musik und gab Konzerte mit Mitgliedern der „London Classical Players“, außerdem unterrichtet sie am Erlanger Musikinstitut. Sie spielt eine Bratsche von Lorenzo et Tomaso Carcassi aus dem Jahr 1773.

Cyriakus Alpermann studierte Violoncello in Berlin und Theologie in Erlangen. Er ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Mit 21 Jahren erhielt er ein Engagement als stellvertretender Solocellist des „Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig“ (heute Symphonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks). Gleichzeitig beschäftigte er sich intensiv mit der Aufführungspraxis Alter Musik und gehörte zum Ensemble der „Akademie für Alte Musik Berlin“. Seit 1990 lebt er in Erlangen und widmet sich vor allem der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen.