Alexander Asteriades
Die drei wichtigsten Aspekte für eine weitreichende musikalische
Tätigkeit waren für Asteriades neben einer pädagogischen und
musikwissenschaftlichen vor allem die künstlerische Ausbildung. Den
Doktortitel für Musikwissenschaft erwarb er an der Universität
Erlangen. In München legte er an der Musikhochschule das Examen
für das Lehramt ab. Dort studierte er anschließend bei Prof. Kurt
Stiehler (Violine), bei Prof. Franz Beyer (Viola und Kammermusik)
und qualifizierte sich nach erfolgreichem Abschluss für das Meisterklassendiplom.
Als Komponist ist Asteriades Autodidakt, d.h. seine Lehrmeister
waren zahlreiche Komponisten des 15. bis 20. Jahrhunderts, deren
Werke er nach seinen Lehrjahren an der Musikhochschule intensiv
studierte und als Geiger, Chor- und Orchesterleiter zur Aufführung brachte.
Viele Kompositionen widmete er den von ihm gegründeten Ensembles,
dem "Erlanger Kammerchor", der "Capella Academica Bayreuth" und
der "Fränkischen Kammerphilharmonie", denen er als Leiter vorstand.
Die zwischen 2004 und 2011 entstandenen Klavierlieder stehen ganz
in der Tradition des 19. Jahrhunderts. Indem Asteriades traditionelle
Formen bevorzugt sowie tonal (allerdings in modernem Gewand) komponiert,
versucht er – wie neuerdings viele andere Komponisten – aus der Sackgasse
der Atonalität herauszukommen.